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Aktuelles Stand-Up-Paddling (SUP) Tourenpaddeln Wildwasser

WSV-Moers in der Fernsehreportage „Hier und Heute“

Unser SUP Trainer Marc Huse stellte für die Fernsehsendung „Hier und Heute“ die verschiedenen Paddelvarianten vor.

Hierzu hatte er – weil die Sendung spontan zustande kam – telefonisch noch kurzfristig einige Vereinsmitglieder an den See locken können.

Die Reportage war eine Live-Übertragung. Insgesamt kamen 15 Minuten Videomaterial zusammen.

In der Reportage stellt unser SUP Trainer Marc Huse für Paddeleinsteiger die groben Unterschiede zwischen SUP, Kajak, Canadier und Sit on Top Varianten dar.

Ich finde, das Video ist sehr unterhaltsam und angenehm anzuschauen. Aktuell findet ihr das Video in der Mediathek des ARD.

Der Klick auf obigen Button führt Euch zur Mediathek des ARD. Es wird ein separater TAB geöffnet, den Ihr bei Bedarf einfach wieder schließen könnt.

Viel Spaß beim anschauen.

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Aktuelles Tourenpaddeln

Nortik Skubi 2XL – Die eierlegende Wollmilchsau?

Ganz ehrlich. Wenn ich als gemütlicher Kajak-Tourenpaddler sehe, wie einfach diejenigen die ein Inflatable SUP haben ihr Material von A nach B transportieren, werde ich neidisch. Alles in den Kofferraum, zum Zielort fahren, aufpumpen, los geht es. „So was müsste es doch auch für Kajaks geben!“ dachte ich mir und kam in den Genuss das Nortik Skubi 2XL zu testen…

Das Boot-Paket das ich entgegen nahm, war größer als erwartet. Ich musste die teilbare Rückenlehne meines Autos umklappen, damit ich das Paket in den Kofferraum befördern konnte.

Zugegeben: ich hatte mir das Paket etwas kleiner vorgestellt. Der Hintergedanke war schließlich, das Ding für einen Urlaub „einfach mit in den Kofferraum zu schmeissen.“ So wahnsinnig viel Platz ließ dieses Paket im Kofferraum gar nicht mehr übrig. „Leicht zu transportieren“ werden diese Faltboote gerne angepriesen. Aber mal ehrlich, bei dem Packmaß und dem Gewicht, gehen selbst geübte Interrail-Experten in die Knie. Weiter als 500 Meter vom Parkplatz bis zur Einlassstelle würde ich ohne vorheriges Muskeltraining dieses Paket nicht tragen (19 Kilogramm!)

Am Zielort angekommen breitete ich erstmal die Einzelteile aus. Nach dem erstmaligen Sichten der Anleitung dachte ich noch „Ochgottagott. Das soll ich alleine schaffen?“. Die Anleitung hat ungefähr 30 bebilderte Seiten. Die sind aber sehr ausführlich, damit auch ja nichts schief geht. Und doch ist bei mir was schief gegangen…

Es fehlten nämlich die in der Anleitung erwähnten Sticker auf den Stangen, welche die Reihenfolge des Zusammenbaus anzeigen sollten. Durch das viele Auf- und Abbauen des Testbootes waren die schon dahin. Das nötigte mich zu einer handfesten Bildanalyse, ob ich denn die richtige Stange in der Hand hatte. Dem war leider nicht immer so, und so musste ich, insbesondere am Anfang, öfters mal wieder was auseinander bauen…

Trotzdem: nach 30 Minuten stand das Rohgerüst. Jetzt musste ich nur noch die Luft in das Boot befördern. Das ging dank guter Luftpumpe erstaunlich flott.

Wie jetzt das Boot zum Ufer befördern? Es ziehen wie ein PE Boot wollte ich nicht. Der Unterboden erschien mir nicht robust genug. Also Stück für Stück vorsichtig nach vorne bewegen. Endlich war das Boot im Wasser.

Die Paddeltour konnte losgehen. Erst saß ich ganz hinten. Die Sitze sind zugegebenerweise sehr bequem. Allerdings hatte die Position hinten den Nachteil, dass es aussah, als säße Obelix im Boot. Der Bug hob ab. Also – in Ermangelung eines Mittelsitzes – mal in die Mittelposition gekniet. Siehe da, das Boot lag gut im Wasser.

Auch ohne Steueranlage hatte das Boot einen erstaunlich guten Geradeauslauf. Auch die Kippstabilität ist sehr familienfreundlich. Irritierend fand ich, dass das einzig feste am Unterboden die Stange in der Mitte unten ist, die längst durch das Boot geht. Der restliche Boden „schwimmt“ quasi im Wasser und ist doch recht schwammig.

Die Geschwindigkeit das Bootes ist… naja… Ein Ralle schaute mich herausfordernd an, ob ich nicht schneller Paddeln könnte… und zog an mir vorbei. Auch kräftige Paddelschläge erhöhten die Geschwindigkeit nicht sonderlich. Die Ralle blieb Sieger.

Nach 1,5 Stunden beendete ich mein Testpaddeln und baute das Boot wieder auseinander. In insgesamt fünf Minuten war die Luft entwichen und das Gestänge und die Plane voneinander getrennt. Dann fing es an zu regnen…

Zum Glück fing es an zu regnen! Denn das machte mir einen wesentlichen Nachteil dieses Bootes klar. Beim Versuch es irgendwie trocken in den Packsack zu befördern fing ich schier an zu verzweifeln. Der Boden auf dem das Boot lag war nass, von oben kam der Regen. War ich vorne mit Wischen fertig und hinten angekommen, war es vorne schon wieder nass. So nass, wollte ich das Boot eigentlich nicht in den Kofferraum meines Autos befördern. Irgendwie schaffte ich es, nach weiteren 40 Minuten, dass Boot in den Status „klamm“ zu befördern. Schnell in den Kofferraum damit. Auf der Rückfahrt wurde mir dann klar, dass man zuhause dann das Boot zum Trocknen wieder zusammenbauen müsste. Da haben es PE-Boot Besitzer irgendwie leichter…

Letzlich komme ich zu der Erkenntnis: der vermeintliche Vorteil eines handlichen Bootes für den Kofferraum ist für mich nicht gegeben. Dafür nimmt das Paket zu viel Platz ein. Dass ich das Boot abbauen muss und zuhause wieder aufbauen muss um es zu trocken, fände ich einfach nur lästig. Und das Fahrverhalten des Bootes war mir irgendwie auch zu gemütlich.

Eine eierlegende Wollmilchsau ist das Nortik Skubi 2XL meines Erachtens nicht. Es mag durchaus Personen geben, welche aus diesem Boot ihre Vorteile ziehen. Ich gehöre nicht dazu.

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Tourenpaddeln

Erfahrungsbericht: Paddeltour im Nationalpark Unteres Odertal

Persönlicher Bericht:
Eigentlich wollten wir eine geführte Tour im deutschen Teil des unteren Odertals bei Schwedt oder Garz machen. Den Kern des deutschen Teils des Nationalparks darf man nur mit geführter Tour bewundern. Ein Tipp verwies uns auf die Kanustation in Mescherin von wo aus der polnische Teil des Nationalparks sehr schnell zu erreichen ist. In Polen darf man den Nationalpark (noch) auf eigene Faust erkunden. Der Tipp erwies sich als Glücksfall.
Direkt nach dem Start von der Gemeindewiese von Mescherin stießen wir auf ein altes, verrostetes Schiffswrack. Für uns als Lost-Place-Fans natürlich direkt was fürs Auge…
Als weiterer Glückfall erwies sich, dass wir nicht Stromabwärts paddeln durften, wegen einer Sprengung an Land in der Nähe. Also paddelten wir Flußauswärts.
Das war gut so. Nach einigen Kilometern auf dem West-Teil der Oder paddelten wir über die polnische Grenze. Es begann mit etwas größeren Kanälen, die dann immer kleiner und idyllischer wurden. Hier und da waren die kleinen Kanäle voll mit Wasserlinsen. Frösche saßen auf Seerosen und eine Wasserschlange schlängelte sich vor uns davon. In einem ganz kleinen Kanal entdeckten wir einen Fischotter. Die Verkrautung eines kleinen Kanals war auf den letzten 300 Metern zum Hauptfluss so stark, dass wir nur mit der Technik der italienischen Gondolieros weiter voran kamen. Abenteuer pur. Der Juniorpaddlerin gefiel es 🙂
Wir kamen insgesamt auf 16 Kilometer und haben die Tour sehr genossen.

Du möchtest du Tour auch machen?

Anreise und Einlassstelle:

Campingplatz am Oderstrom
Obere Dorfstraße 17
16307 Mescherin

Parken:
Auf der anderen Straßenseite, gegenüber von der Einfahrt zum Campingplatz

Details:
Kanus am Parkplatz abladen. Dann Straße überqueren und dann rechts die Gemeindewiese aufsuchen (wo der Spielplatz ist, beziehungsweise die Zelte stehen). Dann zur Badebucht. Dort kann man sein Kanu problemlos ein und auslassen.

Einkehrmöglichkeit:
An der Ein und Auslasstelle ist ein polnisches Restaurant, mit interessanten und leckeren Spezialitäten.

Wichtig:
Personalausweis mitnehmen. Ihr verlasst Deutschland.

Zum Vorbestellen von Mietkanus beim Campingplatz:
Telefon: 0049 33332 870044

Ein Schiffswrack direkt zu Beginn der Paddeltour
Kleine und große Kanäle wechseln sich ab
Ein bisschen stark verkrautet im Moment…

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