In Norden im Norden

Mitte Juni stand in diesem Jahr das Wattenmeerpaddeln an. Auf dem Wattenmeer Marc hat dazu seine Kontakte zum WSV Norden genutzt um dort mit einem erfahrenen Tourenleiter eine Tour zu organisieren. Mit schönen Wellen, einem durchwachsenen Wetter und einer stürmischen Nacht auf Juist war die Tour richtig schön und eine Wiederholung ist fest vorgesehen. Die Idee der Tour kam auf, als Marc mit einiger Begeisterung von seinen Erfahrungen beim Paddeln auf dem Wattenmeer erzählte. Allerdings war Marc vorher noch nie nach Juist gepaddelt, entsprechend stand Juist diesmal fest im Programm. Am Mittwoch morgen wurde der Bootsanhänger mit den Kajaks beladen, Donnerstag abend ging es dann mit der ersten Gruppe los nach Norden. Dort angekommen haben wir noch schnell die Zelte auf dem Gelände des WSV Norden aufgestellt und uns im Anschluss um ein Abendessen bemüht. Bei diesem Abendessen hat Sven dann zum ersten Mal erfahren, dass von der ersten Gruppe ausser Marc noch niemand vorher auf dem Wattenmeer unterwegs gewesen ist, auch wenn es sich um auf Flüssen und Seen erfahrene Kajakfahrer handelte. "Muss ich mir etwa um euch Sorgen machen" fragte Sven und bekam ein klares "Ja" zu hören. Aber selbstverständlich fuhren am ersten Tag alle mit nach Norderney. Sven hatte eine minutiöse Planung vorbereitet unter Berücksichtigung der Tidenzeiten. Das Wetter war 'friesisch herb', Sven sprach aber von Schönwettertropfen. Ich bin inzwischen überzeugt, dass in Ostfriesland alles unter einem halben Liter pro qm als schönes Wetter gilt. Ankunft Norderney Im Kajak selbst war der Regen egal, beim Umziehen an Land hätte mir aber trockenes Wetter eindeutig besser gefallen. Im Sporthafen von Norddeich liessen wir unse Kajaks zu Wasser und fuhren los. Die ersten Wellen direkt hinter der Hafenausfahrt von Norddeich sorgten erstmal für nervöse Kanuten, zumal die Wellen lästigerweise von der Seite kamen. Aber schon nach kurzer Zeit hatten sich alle eingepaddelt und konnten das Paddeln auf dem Wattenmeer geniessen. Sven hat den Kurs sehr gut vorgegeben und wir kamen Norderney zügig näher. Kurz vor der Insel gab es eine Zone mit höheren Wellen, die nochmal etwas Konzentration beim Paddeln erforderte, auch wenn Sven von 'Ententeichbedingungen' sprach. Sandbank Auf Norderney haben wir dann den Tag verbracht um Nachmittags wieder zurück zu paddeln. Die Rückfahrt war wirklich sehr entspannt, es gab kaum Wellengang. Spannend war aber, dass wir mitten im Wattenmeer mit Kajaks auf Grund liefen. Dort mussten wir die Kajaks einige Meter tragen bevor wir weiterpaddeln konnten. Zurück in Norden am Vereinsgelände stiess dann die zweite Gruppe zu uns. Nachdem alle angekommen waren sind wir zum Griechen in die Stadt gegangen und haben einen geselligen Abend verbracht. Allerdings haben die Gezeiten am nächsten Tag keine Rücksicht auf verschlafene Kanuten genommen und wir mussten sehr früh aufstehen um die Tour nach Juist zu starten. Die gesamte Campingausrüstung musste eingepackt werden, da wir eine Nach auf Juist verbringen wollten. Wattenmeer Mit Wellen von etwa einem halben Meter Höhe wurde die Überfahrt nach Juist recht sportlich, war aber noch sehr gut zu bewältigen. Ohne Probleme haben wir dann den Yachthafen von Juist erreicht. Allerdings musste ich dabei lernen, dass man auf dem Wattenmeeer auch bei bewölktem Himmel einen Sonnenbrand bekommen kann. Strandkörbe Auf Juist angekommen, hatte sich sogar der Himmel aufgeklart und wir hatten einige Stunden Sonnenschein. Nachdem wir alles erfolgreich an Land gebracht hatten, dabei ungläubig feststellen mussten, wie schwer ein vollbeladener Ozean K2 werden kann, hatte aber niemand mehr Lust die Kajaks auf die Nordseite zu bringen um dort in der Brandung zu surfen. Die kurze Nacht wirkte sich offenbar aus. Abendessen auf Juist Nach einem Spaziergang auf Juist haben wir die Zelte aufgestellt und ordentlich sturmfest gemacht, denn es war eine Windstärke von 7 angesagt. Entsprechend stürmisch war es dann auch, aber alle Zelte hielten durch. In Anbetracht des Sturms habe ich den Rückweg mit der Fähre angetreten, die meisten sind aber zurückgepaddelt, ohne Zwischenfälle wie etwa Kenterungen. In Norddeich haben wir dann noch alle Boote wieder verladen und haben uns auf den Heimweg gemacht. Wir sind uns alle einig, dass Sven ein ganz besonderes Dankeschön verdient hat! An dieser Stelle nocheinmal ein herzliches Dankeschöne an Sven, Marc und Sandra und alle anderen, die an der Organisation dieser wunderschönen Tour beteiligt waren. Wir haben uns fest vorgenommen, demnächst wieder eine Wattenmeertour zu organisieren. Selbstverständlich freuen wir uns auch auf weitere Mitpaddler, Termine werden wir hier auf der Webseite bekanntgeben. Norderney