Saisonende in Friesland

Sonnenuntergang De Fluezen"Wir werden Biesbosch dieses Jahr nach Friesland verlegen", war die etwas kryptische Ansage im Sommer diesen Jahres. Doch eine Erklärung wurde nachgereicht, in Biesbosch wurde in den letzten Jahren im Oktober das letzte Campingwochenende zum Paddeln organisiert. Doch diesmal sollte dieser Termin, der allgemein als Biesbosch bezeichnet wurde, nicht in Biesbosch sondern in Friesland, in der Nähe von Elahuizen stattfinden.

 

PaddelnNachdem in der Woche zuvor nocheinmal die 20 Grad Marke bei den Temperaturen überschritten wurde, gab die Wettervorhersage für dieses Wochenende leider nichts allzu Gemütliches her, von arktischer Luft und Frost, sowie reichlich Regenfronten war die Rede, nicht unbedingt das Traumwetter für zwei Nächte im Zelt. Thomas, der das Wochenende organisiert hat, musste auch dem Campingplatzbesitzer zunächst überreden, seinen Platz für uns nochmal zu öffnen, ab dem 01.Oktober war dort eigentlich Schluß.

 

Für das Paddeln ist Friesland mit den vielen Seen und Kanälen aber sehr lohnend, besonders ausserhalb der Hauptsaison, wo auf dem Wasser nicht mehr viel Betrieb herrscht. Mit dem Gemeinsschaftszelt und der Campingausrüstung von Kati und Michael (Gasheizer und mehrflammiger Gaskocher), liessen sich die Temperaturen abends eigentlich ganz gut aushalten. Während der Nacht hat es aber dann gestürmt und geregnet, glücklicherweise sind aber alle Zelte stehen geblieben, sogar das Gemeinschaftszelt (bei dem die Heringe im weichen Boden nicht optimal hielten). Frostig war es dagegen nicht.

 

Sneel ZentrumAm Samstag sind wir dann alle in den Seekajaks vom Campingplatz, der mit einem Anleger im See 'De Fluezen' ausgestattet war, losgepaddelt, in Richtung Sneek. Unterwegs überall Anleger und Bootsgaragen, in Friesland kommt man auch auf dem Wasser praktisch überall hin. In Sneek haben wir dann einfach in der Stadtmitte angelegt, das Becken war nur für Boote mit max. 10m Länge zugelassen, unser längstes Kajak aber auch nur ca 5,8 m lang. Die Rückfahrt haben wir dann auf einer anderen Strecke zurückgelegt, nach etwas weniger als 40km (auf stehenden Gewässer) tat die warme Dusche am Campingplatz aber auch den Muskeln sehr gut. Entgegen der Vorhersage blieb es den ganzen Tag sonnig, auch wenn wir über dem Ijsselmeer die dicken Wolken aufziehen sehen konnten.

 

In der folgenden Nacht wurde es dann wie angesagt frostig, aber nicht nachdem es zuvor noch geregnet hatte. Einige Stellen auf dem Weg zur Toilette verwandelten sich in Rutschbahnen, die Zelten waren morgens mit gefrorenen Regentropfen überzogen. Mit einem gutem Frühstück und Rührei aus frisch gelegten Eiern, die uns der Platzbetreiber geschenkt hat, waren aber alle wieder bei Kräften für den Sonntag. Gepaddelt sind wir dann eine kürzere Strecke bis nach Ostindien (zumindest übersetze ich East indië am Gaastmeer so). Bei der Pause dort war aber deutlich zu bemerken, das der Wind deutlich auffrischte, der aber auch die Wolken vertrieb. Auf der Rückfahrt gab es dann ganz ordentlichen Wellengang auf dem 'De Fluezen', so dass es noch eine sportliche Note beim Paddeln gab.