Abschlußfahrt der Kanu-AG

Nach zwei Jahren geht auch die aktuelle Kanu-AG ihrem Ende entgegen. Da wurde es Zeit für den Höhepunkt der Kanu-AG, nämlich der Abschlußfahrt. Mit einem Camp in Mittenwald, kurz vor der österreichischen Grenze wurde ein Ziel gewählt, von dem einige Wildwasserperlen Bayerns und auch Tirols gut zu erreichen sind. Insgesamt eine wunderschöne Tour, in schöner Landschaft tolle Flüsse paddeln, aber lest im Artikel mehr über die Tour.

Mit 14 Teilnehmer und 3 PKW gestaltete sich schon die Beladung als logistische Herausforderung. Um zu einer einigermassen zivilen Zeit auf dem Campingplatz am Isarhorn in Mittenwald anzukommen (ab 22:00 Uhr ist die Zufahrt dort geschlossen) musste es Samstag morgen sehr früh losgehen. Dazu wurde bereits am Freitag abend geladen. Mit ein wenig stopfen und geschicktem Ausnutzen aller Räume ging dann das gesamte Gepäck mit. Am späten Nachmittag bzw. frühem Abend in Mittenwald angekommen wurden nur noch die Zelte aufgeschlagen und dann wurde der Tag bereits beendet.

 

Am nächsten Morgen wurde dann von allen zunächst die unmittelbar am Campingplatz vorbeiführende Isar in Augensschein genommen. Anschliessend wurde beim Frühstück entschieden, wohin es zum Paddeln gehen sollte, in diesem Fall auf die Isar von Stausee Sylvenstein bis zum Wehr in Fleck. Direkt nach dem Einstieg gab es drei Stufen, von denen die 3. schon ganz beeindruckend war, aber von allen ohne Probleme gemeistert wurde. Danach gab es noch einige Schwälle mit ein paar Wellen. Alles WW I, evtl mit Ausnahme der 3. Stufen am Einstieg.

 

Um etwas mehr Action zu bekommen, wurde dann am nächsten Tag die Isar durch Mittenwald befahren. Direkt am Einstieg gibt es zwei Stufen, von denen die erste zwar starke Strömung aufweist, aber zumindest eine freie Durchfahrt, die zweite dagegegen ziemlich verblockt ist, so dass diese Stufe nur von den Fahrtenleitern befahren wurde, die auch den Steinkontakt nicht vermeiden konnten. Die Strecke ist WW II, die Stufe am Eingang eher WW III. Die Strecke gefiel allen so gut, dass am nächsten Tage die Tour wiederholt wurde, die beim zweiten Mal natürlich schon viel besser geklappt hat, immerhin kannte jetzt jeder die Stufen, die durch die ehemaligen Wehre gebildet werden.

 

Nach einem Ruhetag, der mit einem kurzem Einkaufsbummel in Mittenwald und einer Wandertour vom Kranzberg zurück nach Mittenwald verbracht wurde, ging es am nächsten Tag auf die Ammer, um die Strecke von Kammerl bis zur Rottenbucher Brücke zu befahren. Die Ammer gilt als einer der schönsten Wildflüsse Deutschlands, mit einer Einstufung von WW II - III auch schon eine ordentliche Steigerung. Die Strecke geht über ca. 12 km, mit nur einer Pausen bzw. Ein/Ausstiegsstelle unterwegs, die wir für eine Pause genutzt haben.

 

Am nächsten Tag sollte es noch eine Stufe mehr werden, geplant war der Inn und zwar die sog. Imster Schlucht. Aber es fanden sich bei den Schülern viele Stimmen, die das lieber nicht an Freitag fahren wollten. Stattdessen wurde dann in Garmisch die Partnachklamm besucht und anschliessend ein Stadtbummel in Garmisch gemacht. Die Imster Schlucht wurde dann am Samstag befahren. Mit WW III und viel Wasser ist die Imster Schlucht schon eine wuchtige Herausforderung, was in der einen oder anderen Kenterung resultierte. Tags darauf war bereits Sonntag und es ging  auch schon zurück nach Moers.

 

Insgesamt eine Tour, die allen Spass gemacht hat und einige an ihre Grenzen im Kajak gebracht hat. Wunderschöne Landschaften und Flüsse machen Mittenwald zu einem echt lohnenden Ziel für Paddler, sogar bei gesperrter oberer Isar, die sicherlich ein weiteres Highlight darstellt, das wir aber nicht fahren konnten.